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26.01.2018

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Immer der Nase nach: Mit den Atemwegen fängt es an. Wie verläuft eine Erkältung in den meisten Fällen? Welche Symptome treten dabei in welcher Reihenfolge auf?

Eine Erkältung wandert fast immer von oben nach unten entlang der Atemwege. Die Übertragung findet häufig durch Niesen und Husten statt. Erkältungs-Viren werden über die Luft verteilt und gelangen zuerst über die Nase und Rachen in unseren Körper. Ein weiterer Übertragungsweg erfolgt über unsere Hände an denen Erkältungs-Viren kleben und mit denen wir uns ins Gesicht fassen.

Die Nasenwände sind mit einer Schleimschicht überzogen. An ihr sollen Schmutz und Krankheitserreger aus der Atemluft kleben bleiben. Die Nasenschleimhaut sondert ständig Sekret ab, sodass der Schmutz und die Krankheitserreger bzw. Erreger der Erkältung ausgeschneuzt werden können oder in den Rachenraum abfließen. Gleichzeitig befeuchtet die Nasenschleimhaut die Atemluft und wärmt sie an.

Über die Nase gelangt die Atemluft in den Nasen-Rachen-Raum zum Kehlkopf, der ebenfalls mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Weiter geht es über die Luftröhre und Bronchen in die Lunge, bis zu den feinsten Lungenbläschen. Die Schleimhaut der Bronchen ist mit ganz feinen "Flimmerhärchen" besetzt, die zusammen mit einem Feuchtigkeitsfilm wie ein weiteres Filter wirken und die Atemluft von Schmutz und Staub reinigen. Die Schmutzpartikel kleben auf dem Feuchtigkeitsfilm und werden durch die Bewegung der Flimmerhärchen aus der Lunge heraus transportiert.

Wenn die Schleimhäute in Nase und Bronchen durch trockene Heizungsluft ausgetrocknet sind, kann die Reinigung der Atemluft und Abtransport von Schmutz und Erregern nicht erfolgen. Die Erreger der Erkältung können sich einnisten und der Infekt nimmt seinen Lauf. In diesem Fall ist das Immunsystem gefordert.

Die Symptome einer Erkältung sind zwar sehr unangenehm und lästig, aber nicht wirklich gefährlich:

Schnupfen

So ist es nicht verwunderlich dass eine Erkältung häufig mit Schnupfen (Rhinitis) beginnt. Dabei schwillt die Nasenschleimhaut an und produziert als Reaktion auf die Entzündung viel wässrigen, später zähen Schleim. Die vermehrte Sekretion der Schleimhäute spült stärker Schmutz und Erkältungs-Viren aus.

Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung

Breiten sich die Erkältungs-Viren weiter aus, können sich auch Kiefer und Nasennebenhöhlen entzünden (Sinusitis). Bei Kindern gesellt sich gerne eine Mittelohrentzündung hinzu (Otitis media).

Entzündung der Rachenschleimhaut

Eine Pharyngitis macht sich durch Kratzen und Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden bemerkbar.

Heiserkeit

Sind Kehlkopf und Stimmbänder entzündet (Laryngitis) kommt es zu Heiserkeit und Hustenreis daraus folgend. Es ist möglich, dass die Stimme ganz versagt.

Husten

Wenn die Infektion weiter fortschreitet werden auch die Luftröhre und Bronchen befallen. Es kommt anfangs in den ersten Tagen zu trockenem quälendem Reizhusten. Dieser wird dann durch einen verschleimten Husten abgelöst (Bronchitis). Kommt zu dem viralen Infekt noch ein bakterieller Infekt hinzu, so wird der Auswurf des Hustens durch Eiter grünlich-gelblich verfärbt (Superinfektion).

Superinfektion

Wenn die Schleimhäute und das Immunsystem bereits geschwächt sind, können sich leicht Bakterien einnisten. Dann kommt zu der ursprünglich viralen Erkältung eine bakterielle Infektion hinzu, was bei ungefähr einem Drittel der Erkältungen auch geschieht. Praktisch bedeutet das, dass aus dem Schnupfen eine Nasennebenhöhlenvereiterung, aus dem geröteten Hals eine eitrige Angina oder aus dem Husten eine schwere Bronchitis wird. Auch Entzündungen von Lunge, Rippenfell, Herzmuskel, Hirn oder Hirnhäuten können die Folge sein. Superinfektionen können somit gefährlich werden und gehören in die Hand des Arztes.

Fieber

Die Erhöhung der Körpertemperatur ist ein wichtiger Schutz des Körpers gegen eindringende Erkältungs-Viren. Die höhere Temperatur behindert die Erkältungs-Viren. Wenn die Temperatur über 39°C steigt, ist das ein Hinweis auf eine nicht mehr banale Erkrankung, z.B. auf eine echte Grippe. Deshalb sollten Sie bei hohen Fieber unbedingt Ihren Arzt aufsuchen.

Allgemeinsymptome

Eine Erkältung ist meist begleitet von allgemeiner Schwäche, Muskel-und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, eventuell Brustschmerzen, Appetitlosigkeit und Abgeschlagen sein. Diese Symptome werden nicht durch die Erkältungs-Viren hervorgerufen, sondern durch die Infektabwehr ausgelöst. Sie zeigen sich auch bei anderen Erkrankungen, wo die Immunabwehr aktiv ist.

Ablauf einer Erkältung

Die Erkältungs-Viren verbreiten sich durch feine in der Luft genieste oder gehustete Tröpfchen, über Händeschütteln oder Kontakt mit Gegenständen, an denen Erkältungs-Viren haften. Sie gelangen auf die Oberfläche der Schleimhaut von Mund oder Nase und dringen von dort aus in Körperzellen ein. Diese werden zur Erkältungs-Virenproduktion "umprogrammiert". Es entsteht ein Entzündungsprozess, der sich durch die Schnupfen und Erkältuns-Symptome zeigt.

Anschließend dringen die Erreger der Erkältung entlang der Atemwege weiter in die Luftröhre und Bronchen vor, wodurch zunächst deren Entzündung und trockener Reizhusten hervorruft. Nach einigen Tagen produzieren die Schleimhäute der Bronchen vermehrt Sekret, der abgehustet wird.

Bei einer unkomplizierten Erkältung sind die Beschwerden nach 7 ... 10 Tagen überstanden. In dieser Zeit sollte das Immunsystem in der Lade sein die Erkältung nieder zu ringen. Sollte die Erkältung nach dieser Zeit nicht überstanden sein oder sogar sich verstärken, ist ein Arztbesuch notwendig.

Kampf den Erkältungs-Viren

Die effektivste Waffe des Immunsystems ist die Bildung von Antikörpern. Durch den Kontakt des Immunsystems mit den Erregern der Erkältung lernt das Immunsystem typische Strukturen der Erkältungs-Viren kennen und bildet dafür nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip Antikörper und produziert diese vermehrt. Die Antikörper heften sich an die Erreger der Erkältung an und markieren diese für das Immunsystem, welches dann schnell und gezielt diese markierten Erreger der Erkältung vernichtet. Bis genügend Antikörper produziert werden dauert es aber eine gewisse Zeit. Nach überstandener Erkältung bleiben genügend Antikörper übrig, um schnell und gezielt bei einem erneuten Kontakt mit den Erregern der Erkältung diese zu vernichten. Der Körper ist immun gegen die Erreger der Erkältung.

 

(Quelle: ALUID Pharma GmbH, Praktische Tipps zum Umgang mit Erkältungen)